Die Fieberkurve eines Präsidenten beeinflussen häufig auch das Stimmungsbarometer der amerikanischen Nation. Das war so unter Eisenhower, Kennedy oder Johnson, und das zeigt sich derzeit auch bei der Krankheit Richard Nixons: Wallstreet wird nervös, die Wirtschaft unsicherer, und das innenpolitische Spekulationskarussell kommt in Schwung.

Die Lungenentzündung des bis dahin "gesündesten Präsidenten seit langem" schlägt womöglich noch stärker durch auf die Stimmung im Lande als die Krankheiten seiner Vorgänger. Sie trat in einem Moment auf, in dem das öffentliche Interesse ohnehin auf Richard Nixon fixiert ist. Im Zusammenhang mit seiner weiterhin ungeklärten Rolle im Watergate-Skandal steht besonders die Person des Mannes im Weißen Haus zur Debatte: seine Widerstandskraft und sein Führungstalent, seine Glaubwürdigkeit und sein Mut.