Wenn die Börsenhelfer von Wall Street Stahlkästen in Fahrstühle und Treppenhäuser, durch belebte Straßen oder Hintereingänge zwischen Wall Street und Williamsstreet schieben, träumt so mancher vom Reichtum. Denn in den Kästen, die tagtäglich von Bank zu Bank, von Börsenmakler zu Börsenmakler befördert werden, liegen in der Regel Aktien im Wert von mehreren tausend Dollar. Der mittelalterliche Transport endet nicht immer planmäßig.

Wie der Untersuchungsausschuß des US-Senats mitteilt, sollen in den letzten drei Jahren Wertpapiere im Wert von 5,3 Milliarden Dollar abhanden gekommen sein. Die Profis der "Street" (Börse) bedienen sich einer einfachen, aber sicheren Methode. Sie organisieren den Wertpapiertransport selber und tauschen die fahrbaren Tresore gegen solche, in denen sich gefälschte Papiere befinden.