Von Jürgen Kramer

Washington, im Juli

Die Nixon-Administration muß in diesen Tagen die Erfahrung machen, daß auch mit noch so viel Überredungskunst das Wuchern des Mansfield-Syndroms im Kongreß nicht länger aufzuhalten ist. Allzu massive Beeinflussungsversuche, das zeigt sich jetzt, scheinen inzwischen sogar eine Bumerang-Wirkung zu haben, und zwar selbst im Repräsentantenhaus, das von der Regierung lange Zeit als zuverlässiger Verbündeter gegen die Forderungen nach einseitiger Reduzierung des amerikanischen Truppenkontingents in Europa betrachtet werden konnte.