Von Joachim Nawrocki

Im "Forum Steglitz", zweiter Stock, liegt das "Büro für Besuchs-und Reiseangelegenheiten", eines von fünf in Westberlin. In einem Vorraum eine kleine Menschenschlange, etwa zwanzig Leute, die alle einen Antrag für einen Besuch in Ostberlin oder der DDR stellen wollen. Ein Westberliner Angestellter prüft die Antragsformulare. Bei etwa jedem zweiten weist er darauf fein, daß es nicht vollständig ausgefüllt ist. Dann reicht er es zurück und gibt eine Nummer aus. Die Frage, ob mit einer Besuchserlaubnis für den 2. August, während des Jugendfestivals in Ostberlin, zu rechnen sei, überhört er.