Wem wäre dies Gefühl ganz unbekannt? Da kommt man in eine fremde Großstadt, in eine dieser munteren Metropolen der Kultur, man hat sich auf vieles gefaßt gemacht, eigentlich ist man geradezu erpicht darauf.

Also nimmt man sich den Theaterzettel vor. Städtische Bühne: Sommerferien; Wiedereröffnung demnächst mit Molières "Tartüff". Kleines Haus: Sommerferien; Wiedereröffnung demnächst mit Shaws "Helden". Auch das private Boulevardtheater ist gerade zu, immerhin könnte man schon nächste Woche dort wieder "So ist meine Frau" sehen. Also das Kunsthaus. Wo ist es? Dienstags geschlossen: "Ostelbische Altarmalerei im achtzehnten Jahrhundert." Schleunigst vertieft man sich ins Kinoprogramm: "Stoßgebet für einen Hammer", "Der Dämon mit den blutigen Händen", "Die Faust des Todes", "Die Jubel Trubel Super Schau", "Wilder Sex junger Mädchen", noch einmal "Stoßgebet für einen Hammer", dann sogar etwas Bekanntes: "Das Gewand", Nachtvorstellung "Die Brücke am Kwai".