Die DDR hat ihren Versuch aufgegeben, die Einreise von Westberlinern für die Zeit der "Weltjugendfestspiele" in Ostberlin zu kontingentieren. Die Zurückweisung von Besuchsanträgen verstieß gegen das Viermächte-Abkommen und gegen den Wortlaut einer Vereinbarung zwischen dem Senat und der DDR über den Besucherverkehr. In Artikel I dieses Protokolls vom 20. Dezember 1971 heißt es: "Im Rahmen der Gesamtaufenthaltsdauer von 30 Tagen im Jahr erfolgt keine Kontingentierung der Einreisen von Personen mit ständigem Wohnsitz in Berlin (West)."