Die Glanzjahre der Phoenix Gummiwerke AG, Hamburg-Harburg, sind endgültig vorüber. Alle bisherigen Rationalisierungsmaßnahmen und Betriebsumstellungen haben nicht verhindern können, daß sich das Unternehmen – genau wie Conti-Gummi – nunmehr in den "roten Zahlen" befindet. Für 1972 wird ein Bilanzverlust von 7,9 Millionen Mark ausgewiesen, 1973 wird ein Defizit in gleicher Höhe erwartet. Wenn alles planmäßig verläuft, können die Aktionäre für 1974 mit einem ausgeglichenen Ergebnis rechnen. Stellt sich dann heraus, daß sich das Unternehmen wieder auf dem Weg nach oben befindet, wird man wahrscheinlich bereit sein, einen Schlußstrich unter die Verlustphase zu ziehen, indem der dann aufgelaufene Gesamtverlust aus den 70,5 Millionen Rücklagen (bei einem Aktienkapital von 50 Millionen) getilgt und möglicherweise aus den Reserven auch noch eine Ausschüttung vorgenommen wird.