Die Zeiten, in denen der Sparer auf festverzinslichen Papieren gut schlafen konnte, sind längst vorüber. Sieht man sich ihre Kursschwankungen an, so ergibt sich: Rentenwerte sind ähnlich spekulativ wie Aktien. Wer sie zum falschen Zeitpunkt erwirbt, wird ewig in den "roten Zahlen" bleiben. Der immer wieder gespendete Trost, man brauche ja nur die Tilgungstermine abzuwarten, dann erhalte man ja sein Geld ungeschmälert zurück, mag in Zeiten stabiler Währung akzeptabel sein, jetzt aber nicht mehr.

Aber wie soll sich der Sparer auf dem Rentenmarkt verhalten? In der Theorie ist die Sache ganz einfach. Kaufen, wenn der Zins einen Höhepunkt erreicht hat, verkaufen, wenn er sich auf seinem tiefsten Punkt befindet. Doch auch am Rentenmarkt wird nicht geklingelt. Es ist schwer, im voraus die Wendemarken zu erkennen.