Von Horst Rautenhaus

Jacky Ickx blickte unzufrieden und überrascht drein. Beim ersten Training zum 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring waren nicht nur die beiden Matra-Piloten Cevert und Beltoise schneller als sein Ferrari, sondern auch die Konkurrenz aus Italien, der neue 12-Zylinder-Alfa-Romeo 33 TT 12 unter dem Kölner Rolf Stommelen. Auf die Frage, wie denn das möglich sei, hatte der Belgier, der sonst auf dem Nürburgring ohne Gegner ist, nur die lakonische Antwort "I don’t know" parat. Nun, auch im zweiten Training konnte der 28jährige Belgier nicht die Zeiten der Matra und Alfa erreichen (obwohl er durch eine falsche offizielle Zeitnahme dann doch noch in der ersten Startreihe stand.) Und auch im Rennen mußte Ickx den Cevert/Beltoise-Matra ziehen lassen, ohne irgend etwas dagegen tun zu können. Daß der Sieg dennoch an Ferrari ging, lag einzig und allein daran, daß der französische Zwölfzylinder vorzeitig die Waffen strecken mußte.