Der Turiner Autokonzern erprobt Montage ohne Fließband

Es stinkt in der "Schönen Blume", ständiger Lärm macht eine Verständigung mit normaler Lautstärke unmöglich, Schmutz ist überall, Tageslicht fällt spärlich durch dreckige Fenster und sorgt zusammen mit Hunderten von Neonröhren für ein unwirkliches Zwielicht: Das Fiatwerk Mirafiori (Schöne Blume) in Turin ist ein typisches Automobilwerk. So wie in Turin sieht es auch in Wolfsburg aus, in Detroit oder bei Toyota in Japan.

Bei Fiat wird eine andere Arbeitswelt geplant. Die Italiener wollen die herkömmliche Autofabrik und die eintönige Fließbandarbeit abschaffen – mit mehr Automation und neuer Arbeitsorganisation. Der sture Handgriff am Fließband soll durch Gruppenarbeit, die körperliche Fron an der Presse oder am Schweißgerät durch Automaten abgelöst werden.