Hierzulande frühstückt man gern. Oder besser: wer gern frühstückt, frühstückt gern gut. Es gibt freilich Menschen, die in allen Ernährungsempfehlungen als Schreckgespenster auftauchen, weil sie morgens nur eine Tasse Kaffee in sich hineingießen: die Morgen- oder Frühstücksmuffel.

Frühstücke wie ein König! – das ist das Gegenbild, und man hat es in Gold gemalt, weil es so viele Nichtfrühstücker gibt, die Schulkinder mitmuffeln müssen und weil es tatsächlich so viel gesünder ist, sich morgens satt zu essen, statt sich abends nach der Tagesschau den Bauch vollzuschlagen. Das hat zwar nichts genutzt; denn die einen schütteten nur weiter hastig den Kaffee in sich hinein, und die Frühstücks-Könige waren – laut Ernährungsstatistik – eh nur diejenigen, die sonst erst zu Mittag mit dem kräftigen Essen beginnen.