Giorgio de Chiricos gesammelte Schriften zur Kunst vereinigt ein Band, der den Titel "Wir Metaphysiker" trägt (ins Deutsche übersetzt von Anton Henze, herausgegeben von Wieland Schmied; Propyläen Verlag, Berlin; 236 S. mit 40, teilweise farbigen Abb., 98,–DM). Vom Preis abgesehen, der unverständlich übertrieben scheint: ein Buch, das ohne Einschränkung zu empfehlen ist. Seine Lektüre macht mit dem brillantesten Schriftsteller unter den Künstlern unseres Jahrhunderts bekannt, mit einem Wortkünstler, der die Atmosphäre seiner Bilder evoziert – "Säulengänge in der Sonne. Schlafende Statuen. Rote Kamine: Heimweh nach unbekannten Horizonten" – und mit einem Polemiker von Rang, der mit Eloquenz und Esprit gegen die Diktatur der modernen Kunst zu Felde zieht.