Präsident Nixon will zum Watergate-Skandal Stellung nehmen, sobald der Senatsausschuß seine Ermittlungen – voraussichtlich im August – beendet hat. Pressesprecher Ziegler, der dies am Montag dieser Woche ankündigte, schwieg über die Form von Nixons beabsichtigten Äußerungen. Fest steht nur, daß der Präsident ein Erscheinen’vor Ausschüssen oder Gerichten ablehnt, weil dies nicht im Sinne der Verfassung sei. Der Ausschußvorsitzende Senator Ervin will ihn dazu auch nicht zwingen.

Der Senatsausschuß will am 10. Juli den nächsten Zeugen, den früheren Justizminister Mitchell, vorladen. Die Aussagen John Deans, bisheriger Höhepunkt der Hearings, haben den Präsidenten in der vorigen Woche stark belastet, aber nach Ansicht des republikanischen Senators Gurney "nicht einen Fetzen Beweis" für dessen Mitwissen an den Verschleierungen geliefert. Demgegenüber erklärte der ebenfalls republikanische Senator Baker, daß er Deans "Ton und Argumenten" glaube.