Von Hayo Matthiesen

Als ein gewandter Manager auch auf der politischen Bühne hat sich Klaus von Dohnanyi hinreichend legitimiert; ob der Bonner Bildungsminister darüber hinaus auch Qualitäten als politischer Kämpfer besitzt, muß sich nun erweisen, denn jetzt muß Dohnanyi kämpfen.

So viel nämlich scheint gewiß: mit seiner Vorlage zu einem neuen Hochschulrahmengesetz wird sich der Politiker mehr Feinde als Freunde machen. Sein Vorgänger Hans Leussink scheiterte schließlich an der Aufgabe, die Reformrichtung für die Hochschulen abzustecken. Dohnanyi hat das Problem nach gut zwei Jahren wieder angepackt, und ein Sieg ist noch längst nicht sicher.