Der Berater haftet

Ein aufsehenerregendes Urteil (II ZR 82/71) fällte der Bundesgerichtshof, Wenn ein Anlageberater einen Kunden dadurch falsch berät, "daß dem Beratenden Tatsachen nicht offenbar werden, die den erteilten Rat bedenklich erscheinen lassen," kann der Anlageberater haftbar gemacht werden. Im vorliegenden Fall war einem Journalisten von den Mitinhabern einer Privatbank eine Beteiligung an einer Spielwarenfabrik empfohlen worden, wobei ihm verschwiegen wurde, daß sie bereits zweimal mit Verlust abgeschlossen hatte. Der Schadensersatz betrug jedoch nur 75 Prozent. Den Rest muß der Geschädigte selber tragen, weil er nach Ansicht des Bundesgerichtshofes ein Mitverschulden trägt, indem er dem Rat blindlings vertraute.