Börsendienste und Wertpapierexperten in der Bundesrepublik warnen wieder einmal vor Aktienspekulationen in Tokio. Der fernöstliche Markt sei ein unsicherer Ort, heißt es. Kurssprünge von zehn bis zwanzig Prozent an einem Tag sind keine Seltenheit. Hinzu kommen Millionenumsätze, die den Börsenbetrieb lahmlegen. Was sich dort abspielt, ist für westliche Börsenfachleute in der Tat nicht mehr verständlich.

Der Zusammenbruch der Kurse, der den unnatürlichen Haussen in Tokio üblicherweise folgt, wird in der Regel in wenigen Tagen oder Wochen wieder ausgebügelt. Wer den Unkenrufen westlicher Anlageexperten folgte und seine Finger vom japanischen Markt fernhielt, verzichtete allein 1972 auf eine mögliche Verdoppelung seines Geldes.