Amerikas Präsident Richard Nixon hat Gespür fürs Spektakuläre. Doch als er nach der jüngsten Dollarabwertung den neuen Kurs der US-Währung zum ersten Mal nicht in Gold definierte, steckte mehr dahinter als die Absicht, die Welt zu verblüffen. Daß der Wert des Dollars jetzt in Sonderziehungsrechten festgelegt ist, hat im Prinzip nur rechnerische Bedeutung. Doch dahinter steckt auch die psychologische Absicht, den Platz der Sonderziehungsrechte (SZR) im internationalen Währungsgefüge zu sichern.

Auch Finanzminister Helmut Schmidt scheint diesen Trend zu unterstützen: Er gab vorige Woche bekannt, eine Mark sei jetzt 0,294389 Einheiten Sonderziehungsrechte wert. Exkönig Dollar ist damit nicht einmal mehr als Vergleichsmaßstab gefragt.