Mit der Wiedereröffnung der europäischen Devisenbörsen am Montag auf der Grundlage freier Wechselkurse zum Dollar ("Floating") endete nach 29 Jahren die Weltwährungsordnung von Bretton Woods. Der erste wichtige Pfeiler dieses Systems war schon 1971 eingestürzt, als Präsident Nixon die Goldeinlösungspflicht für den Dollar widerrief. Mit dem Entschluß von sechs europäischen Ländern zum Floaten wurde jetzt das System endgültig aufgegeben. Der Dollar hat seine Rolle als westliche Leitwährung damit eingebüßt.

Als Ersatz werden die sogenannten Sonderziehungsrechte angesehen. Sie sind eine Art Papiergeld mit festem Goldpreis, deponiert von den einzelnen Ländern beim Internationalen Währungsfonds. Sie stehen den Notenbanken zur vorübergehenden Finanzierung von Zahlungsbilanz-Defiziten zu. Dieses "Retortengold" gibt es seit 1969.