Die auffälligen Anstrengungen des rumänischen Staats- und Parteichefs Ceausescu, seine Beziehungen zur Sowjetunion zu verbessern – Besuche in Moskau und Prag, Stabsmanöver des Warschauer Pakts im eigenen Lande –, haben womöglich wirtschaftliche Gründe. Als einziges Land des Ostblocks hatte Rumänien bisher sowjetisches Importöl verschmäht. Da aber der Bedarf des Landes an ausländischem Erdöl von jetzt drei Millionen Tonnen jährlich bis 1975 auf sechs Millionen ansteigen wird, will es künftig einen großen Teil davon beim Großen Bruder im Osten decken.