Hannover

Bis Ende vergangenen Jahres war die "Kämmerei Döhren" in der niedersächsischen Landeshauptstadt – im hannoverschen Volksmund "Döhrener Wolle" genannt – allenfalls durch Fabrikbrände ins Gerede gekommen. Seit Dezember 1972 liefert sie jedoch auch den Wirtschaftsteilen der Tageszeitungen aktuelle Schlagzeilen. Aufgefallen war das Unternehmen zunächst dadurch, daß seine Aktien von 1750 Mark für das Tausendmarkstück auf 6500 Mark hochgeschnellt waren. Die Erwartungen der Spekulanten richteten sich dabei auf den Grundbesitz der Firma, deren wirtschaftliche Ertragsfähigkeit derartige Preise nicht gerechtfertigt hätte. Die "Kämmerei Döhren" besaß 74 Hektar Land – Bauland vorwiegend, wie die Börsenjobber vermuteten.