Die Nachricht las sich, als komme sie aus dem Bundesfinanzministerium: Minister Helmut Schmidt sei bereit, den Ländern im nächsten Jahr einen höheren Anteil am Umsatzsteueraufkommen zuzugestehen, wenn sie dafür im Bundesrat die Stabilitätsabgabe passieren ließen, die er vom 1. Juli an für ein Jahr den Spitzenverdienern abknöpfen möchte. Doch nach Schmidts energischem Dementi wurde klar, wer der Urheber dieser Information war: Die von der CDU/CSU gestellten Länderminister, die im Bundesrat über eine knappe Mehrheit verfügen.