Von Eduard Neumaier

Bonn, im März

Das Kanzleramt", so pflegt sein Chef Horst Graben zu sagen, "ist am besten, wenn man am wenigsten von ihm hört". Demnach müßte es schon sehr schlimm um die Schaltzentrale der Bonner Macht stehen, denn von ihr ist gegenwärtig soviel zu hören wie zu Horst Ehmkes umtriebigsten Zeiten. Und was zu hören ist, klingt wenig harmonisch: Es knirscht, als sei Sand im Getriebe. Zumindest vorläufig sieht es nicht so aus, als ob dem Apparat des Kanzlers jener leichte Lauf gelänge, der ihm mit den Konstruktionsveränderungen nach dem 19. November zugedacht worden war.