Während sich im innerdeutschen Verhältnis Schwierigkeiten in Anwendungsbereichen des – noch nicht ratifizierten – Grundvertrages zeigen, hat die DDR zugleich beteuert, daß sie "keine schlechten Beziehungen" wünsche (siehe Dokumente der ZEIT). Auch auf der Leipziger Messe ist der Wille zur Kooperation zu sehen.

Beunruhigend wirkte in der vergangenen Woche ein neuer DDR-Erlaß über die Akkreditierung und die Arbeit von Auslandsjournalisten – wozu die DDR auch Vertreter westdeutscher Presseorgane zählt. In der Verordnung stehen äußerst dehnbare Vorschriften. So haben Korrespondenten "die allgemein anerkannten Normen des Völkerrechts einzuhalten" und "die Gesetze und anderen Rechtsvorschriften der Deutschen Demokratischen Republik" zu achten; sie haben "wahrheitsgetreu, sachbezogen und korrekt zu berichten sowie keine böswillige Verfälschung von Tatsachen zuzulassen".