Von Thomas B. Schumann

Ich las Alfred Döblins großen Chinaroman, Die drei Sprünge des Wang-Lun, und dachte mir, mit jugendlicher Überheblichkeit: ‚Das kannst du auch!‘ Die Heidelberger Doktorarbeit, halbwegs fertig, ödete mich an. So schrieb ich denn drauflos, erfand mir einen General im Baltikum, der sich, recht undramatisch, zum Diktator emporarbeitet. Ich hatte keine Ahnung, was sich da zusammenfand: Heldenverehrung (Alfred Döblin wurde ‚der kleine Kassenarzt‘ des fünften Kapitels) vermischte sich mit Kindheitserinnerungen und – etwas verspäteten – Pubertätsträumen." So’schreibt der Autor heute (im Nachwort) zu seinem 1927 erschienenen, jetzt "Im Fischernetz" neuaufgelegten Erstling –