Vor vierzig. Jahren wurden sie von den Astronomen Walter Baade und Fritz Zwicky ersonnen, und sie beschäftigen seither die spekulativen Gemüter unter den Sternkundigen; Die Neutronensterne, nur Dutzende von Kilometern große Gebilde, die gleichwohl die Masse eines normalen Sterns enthalten, so daß ein Fingerhut voll der entarteten Neutronensternmaterie auf der Erde Millionen von Tonnen wiegen würde.

In einer weit gefächerten Zusammenarbeit ist es unlängst gelungen, einen dieser kompakten Winzlinge – die Röntgenquelle Herkules X-I im Sternbild des Herkules – zu wiegen. Das Resultat von sechs Zehnteln der Sonnenmasse entspricht durchaus dem Rahmen, den die Theoretiker zuvor mit ihren Formeln auf Papier abgesteckt hatten. Von weiteren Messungen an anderen Neutronensternen können sich die Wissenschaftler interessante Einblicke in die Altersphase von Sternen erhoffen und ihre Vorstellungen über superdichte Sternmaterie überprüfen.