Saigon‚ im März

Das geschlagene Frankreich hatte hier einst mit klingendem Spiel und flatternden Fahnen seinen Abschied genommen. Am 10. April 1956, 97 Jahre nachdem die ersten französischen Truppen in Saigon gelandet waren, paradierten die roten und die weißen Kepis, Paras, Fremdenlegionäre und turbantragende marokkanische Schützen zum letzten Male durch die südvietnamesische Hauptstadt, bevor sie sich einschifften. Das Ende jener Ära wurde noch von Menschenmassen beschaut, bestaunt und – wie Chronisten berichten – auch beweint.