Von Gunhild Freese

Deutsche Fernsehhändler nahmen die japanische Herausforderung an – sie konterten japanisch. Die Vorgeschichte: Ende Februar überraschte der Frankfurter Versandhändler Josef Neckermann mit einem transportablen Farbfernsehgerät des japanischen Elektrokonzerns Nippon Electric Company. "Sensationspreis": 1148 Mark.

Die beunruhigten Fachhändler reagierten prompt. In ihren Schaufenstern erschienen noch billigere Angebote. Der Hamburger Radio- und Fernsehhändler Hugo Sonnenberg beispielsweise nimmt für ein Farbportable nur 1078 Mark. Die nach eigenen Angaben "größte Einkaufsorganisation Europas" für Fernseh-, Radio- und Elektroeinzelhandel, die Stuttgarter interfunk, ließ schadenfroh mitteilen, Neckermanns Preis sei keineswegs "sensationell". Der Billig-Apparat des deutschen Fachhandels kommt freilich auch aus Japan: von der Tokioter Sony Corporation.