Bad Zwischenahn

Werden künftig Betonriesen ihre Schatten auch auf die "Perle des Ammerlandes" werfen? Droht auch am Zwischenahner Meer, dem 526 Hektar großen Binnensee und Erholungsrevier inmitten des oldenburgischen Kerngebietes, ein Ausverkauf der Landschaft zugunsten spektakulärer Wohnbauprojekte oder neuer Kur- und Badeeinrichtungen? Viele Bürger aus Bad Zwischenahn und Umgebung fürchten neuerdings eine "Vermauerung" des Seeufers, die den Blick auf "dat Määr" versperren könnte.

Eine Bürgerinitiative – sie hat rund 3000 Einwohner und Freunde des ammerländischen Kurortes mittlerweile bei einer Unterschriftensammlung zu einem eindeutigen Votum gegen Neubauten unmittelbar am Wasser bewegen können – wertet als Alarmzeichen vor allem den von der Gemeindeverwaltung ausgelegten Entwurf eines Bebauungsplans Nr. 26 für den zum Sanierungsgebiet erklärten Zwischenahner Strandpark. Die in der Konzeption näher bezeichneten Maße der baulichen Nutzung zeigten in der Tat Gefahren für die von Spaziergängern und Ausflüglern bevorzugte freie Uferzone an.