Von Volker Hage

Seit etwa 1965 herrsche in Westdeutschland "unter den anspruchsvollen literarischen Erscheinungen" eine "ausgesprochen antihumanistische Dekadenzliteratur" vor. "Diese Literatur soll hier als Ausdruck und Bestandteil des Kunstzerfalls unter den Bedingungen des Imperialismus behandelt werden." So steht es in der Vorbemerkung eines Buches, das unlängst in der DDR erschienen ist –

Ursula Reinhold: "Antihumanismus in der westdeutschen Literatur" – Situation und Alternative; Dietz Verlag, Berlin (Ost); 245 S., 6,– DM.