Von Rudolf Herlt

Helmut Schmidt war selten so gut gelaunt wie am Montagmorgen um halb drei Uhr in Brüssel. Flankiert von Bundesbank-Präsident Karl Klasen, der in der vergangenen Woche zum erstenmal nach seiner Erkrankung wieder die Strapazen eines Währungsmarathons auf sich genommen hatte, und Vizepräsident Otmar Emminger, meldete der Minister einer Schar von übermüdeten Journalisten einen Erfolg – weitgehend seinen Erfolg. Das scheinbar Unmögliche war möglich geworden. Die Franzosen hatten sich bereit erklärt, mit ihrem für Waren und Dienstleistungen zuständigen "Waren-Franc" in den Kreis der fünf anderen Gemeinschaftswährungen einzutreten, die gegenüber dem Dollar floaten werden.