Von Michael Jungblut

Die Krisen des westlichen Währungssystems folgen einander in immer kürzeren Abständen. Früher lagen noch Jahre zwischen den Schwächeanfällen wichtiger Währungen wie Pfund, Franc und Dollar; dann waren es noch Monate, zuletzt nicht einmal mehr drei Wochen. Das Vertrauen in das 1944 geschlossene Währungsabkommen von Bretton Woods ist endgültig dahin. Die Krise des Dollar droht zur Dauererscheinung zu werden.

Doch nicht nur der Außenwert der Währungen ist keine feste Größe mehr. In allen Industrieländern wird das Geld auch von innen ausgehöhlt. Wo die Inflation nicht durch einen Preisstopp künstlich verdeckt wird, zehrt sie an der Kaufkraft.