ARD (BR), Sonntag, 4. März: "Träume in Eisen und Glas", von Jochen Richter und Ruth Henry

Der Cancan aus Offenbachs "Pariser Leben" rahmte den Film ein. Statt schwingender Beine und Rüschenröcke sah man dazu den Abbruch der Hallen, die brutale Ausweidung des "Bauches von Paris", wie Zola sie nannte, Schutt, Feuer, zerbogene Eisenrippen, einstürzende Bögen, am Ende eine Raupe, die sich wie ein gigantisches Reptil aus einem Science-fiction-Film in die Ruinen fraßt: eine zwingende, optisch-akustische Formel für den nie artikulierten, hier aber unzweideutigen Appell dieses Filmessays, der sich das "Inventar einer Pariser Epoche 1840–1930" vorgenommen hatte.