Überseeische Käufer treiben die Preise in Europa in die Höhe

Wir sind regelrecht ausgeräubert worden", klagt Michael Böhmers, Mitinhaber des Bremer Importhauses Reidemeister und Ulrichs. "Seit sich herumgesprochen hat, daß die Preise für französische Weine in den Anbaugebieten raketenartig in die Höhe gehen, wollen sich die Kunden noch rasch billig eindecken."

Während der größte Importeur französischer Weine im Januar sonst nur sieben Prozent des gesamten Jahresumsatzes erzielt, wurden diesmal im ersten Monat bereits 25 Prozent der Vorjahresverkäufe erreicht. Bei den Domaines Schenck in Baden-Baden, die Weine aus allen großen Anbaugebieten Europas importieren, wurde im Januar sogar soviel umgesetzt, wie 1972 in sechs Monaten. Die Freude darüber ist nicht ungeteilt. Böhmers: "Wir waren noch nie so schlecht sortiert wie jetzt."