• Fortsetzung von Seite 69
  • Augsburg, Ingolstadt, Donauwörth ersticken unter einer dichten milchblauen Dunstglocke; das einst romantische Donauufer zwischen Ingolstadt und Kelheim ist eingedickt von den Giftschlieren der Raffinerien. Während des Anflugs auf München taucht das Flugzeug in einen trüben, metallisch schillernden Abgasschleier ein, der mit seinen Ausläufern bis Freising, Ottobrunn, Starnberg wie ein Polyp über der Stadt mit der höchsten Giftkonzentration Deutschlands hängt.

    Großstädte wie München, Hamburg, Köln, Düsseldorf, Stuttgart wünschen zwar einerseitsdie prestigeträchtigen Nonstopverbindungen mit New York und heben sofort einen lautstarken Protest an, wenn diese Verbindungen aus wirtschaftlichen Gründen gestrichen und die devisenträchtigen Auslandsverbindungen eingeschränkt werden. Genauso lautstark wird andererseits gegen den Lärm protestiert, den die so dringend herbeigewünschten Flugzeuge erzeugen. Eine norddeutsche Kleinstadt in Ostseenähe kämpfte jahrelang zäh und verbissen darum, mit seinem Flugplatz Trainingszentrum für eine Pilotenschule zu werden. Kaum waren die ersten Trainingsflüge gestartet, so protestierten dieselben Stellen gegen den unerträglichen Lärm!