Ein halbes Jahr nach dem Überfall auf die israelische Olympiamannschaft in München hat die radikalste Palästinenser-Organisation, der "Schwarze September", die Weltöffentlichkeit erneut durch Geiselmorde aufgeschreckt. Die jetzige Aktion in der Sudan-Hauptstadt Khartum endete allerdings mit der Kapitulation der acht Terroristen, die das Ziel ihrer Erpressung nicht erreichten.

Am vorigen Donnerstag hatten acht Guerillas die saudiarabische Botschaft in Khartum gestürmt, als dort gerade ein Abschiedsempfang für den amerikanischen Geschäftsträger Curtis Moore gegeben wurde. Die Terroristen hielten Moore, den neuen US-Botschafter Noel und den belgischen Diplomaten Eid zusammen mit dem gastgebenden saudiarabischen Missionschef und den Repräsentanten Jordaniens als Geiseln fest.