Von Horst Vetten

Folgende Nachteile hat ein Kommentator des Sportinformationsdienstes (SID) Düsseldorf dem neuen Hauptabteilungsleiter des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) vorgerechnet:

Der politische Journalist Hans Joachim Friedrichs sieht gut aus, hat vielerlei Meriten, nimmt den Sport nicht so sehr ernst, verfügt über Charme und muß zu den "fröhlichen Alleskönnern" gerechnet werden.

Dies ist nicht etwa eine verspätete Verlautbarung aus dem karnevalsfrohen Rheinland, sondern will sehr ernst genommen werden, mehr noch: sie will verhindern, daß besagter Friedrichs mit all seinen tödlichen Nachteilen für den ernsten Sport im ZDF-Sport das Sagen bekommt. Denn, so gipfelt der Kommentar, "der Sport hat da wohl ein anderes gesellschaftspolitisches Selbstverständnis und auch ein Anrecht darauf, entsprechend gehört zu werden. Er orientiert sich in seinen Zielsetzungen weniger an heute, sondern braucht vielmehr das gediegene Engagement zur Lösung der Aufgaben von morgen."