Hervorragend:

"Die Dreigroschenoper" von Georg Wilhelm Pabst. Die Bertholt-Brecht-Verfilmung, um die Autor und Regisseur lange prozessierten, betont mit der Halbdunkel-Malerei der Kamera das Pittoreske, ohne die sozialkritischen Töne zu verleugnen. In dem von Caspar Neher kühn konstruierten Phantasie-London arbeiten Polizei und Diebe Hand in Hand, stößt der pompöse königliche Krönungszug mit dem traurigen Zug der Bettler zusammen und sucht der Räuber Mackie Messer (Rudolf Forster) seine Liebe. Die parodierenden Songs von Kurt Weill, das ironische Spiel der Darsteller und die stimmungsvollen Bilder harmonisieren zu einem authentischen Zeitgefühl vom Ende der zwanziger und Beginn der dreißiger Jahre. Ein ideales Objekt für die gängige Nostalgie-Welle. HPK