Von Dieter Buhl

Die "Medien", wie der modische Sammelbegriff für Presse, Rundfunk und Fernsehen lautet, können sich der planerischen Fürsorge der Parteien kaum mehr erwehren. Nach der SPD hat nun auch die FDP einen Einblick in die Gedanken gewährt, die sie über die derzeitige Situation und die Zukunft der Kommunikationsmittel entwickelt.

Im Gegensatz zu den Sozialdemokraten freilich, die kürzlich mit einer vom Bundesvorstand eingesegneten "Resolution zur Lage und Entwicklung der Massenmedien" feste Richtungspfeiler einschlugen, debattieren die Freien Demokraten noch immer über die einzelnen Markierungen. Die allgemeine Route indes ist festgelegt: Beibehaltung der gegenwärtigen Medienstruktur mit ungeschmälertem öffentlich-rechtlichem Status von Funk und Fernsehen und unangetasteter privatwirtschaftlicher Zuschnitt der Presse. Und an einigen entscheidenden Punkten weicht sie, wie sich nach einer Klausurtagung der FDP-Medienkommission in der vergangenen Woche zeigte, deutlich von den sozialdemokratischen Plänen ab.