Von Dieter E. Zimmer

In seinem satirischen Ostblock-Reisebericht "Beck" schildert John Updike eine manchem westlichen Schriftsteller geläufige Verlegenheit bei der Rußlandreise: Wie verprasse ich die Rubel, die mir als Honorar für die sowjetischen Ausgaben meiner Bücher ausgehändigt werden? In westliche Währungen umgetauscht werden dürfen sie nicht; sündiger Luxus für die Zeit des Rußlandaufenthalts ist nicht zu haben; der Privatbedarf an Pelzmützen, Kameras und Kaviar ist begrenzt... Updikes Problem wurde offenbar von einem Spezialisten gelöst: einem auf den Nepp westlicher Literaten spezialisierten Sowjetbürger, der sich den Rubelsegen zum Geschenk machen ließ.