Düsseldorf

Eine Woche vor Rosenmontag, dem Höhepunkt rheinischen Karnevals, liefert Nordrhein-Westfalens Hauptstadt Düsseldorf den Stoff für eine Story, bei der die Groteske das Kriminelle zu überspielen droht: Ein "Vier-Millionen-Ding" ohne vorgehaltene Revolver, ohne spektakuläre Geiselnahme, ohne die geringste Schramme oder Beule.

Da sind die vier Angestellten der "Deutsche Sicherheits-Transporte GmbH" (DST), die den Auftrag haben, rund vier Millionen Mark von der Landeszentralbank zur kaum einen Steinwurf entfernten Commerzbank zu bringen. Zwei der vier haben bereits wenige Wochen zuvor – am 12. Februar – für Schlagzeilen im Blätterwald gesorgt. Sie haben auf einer Kreuzung mitten in Düsseldorfs City 820 000 Mark aus ihrem kugelsicheren Transporter per Hecktür verloren und es nur der Ehrlichkeit dreier biederer Müllmänner zu verdanken, daß die gesamte Barschaft zum Eigentümer zurückgefunden hat.