Von Horst Bieber

Voltaire, der spöttische Skeptiker, urteilte recht apodiktisch: "Die Geschichte legt Zeugnis ab, sie schmeichelt nicht, und das einzige Mittel, die Mitwelt dazu zu zwingen, Gutes von uns zu reden, besteht darin, wirklich Gutes zu tun." Mit diesem Satz verteidigte sich der chilenische Präsident Salvador Allende vor seinem Duzfreund Fidel Castro. Das war im Dezember 1971, ein Jahr nach seinem Regierungsantritt. Der bärtige Kubaner zuckte nur die Achseln und vertraute später französischen Besuchern an: "Dieser Mann ist verbraucht. Ihm fehlt’s an Härte!"