Hamburg

Ein Hamburger Rechtsanwalt kann nachts nicht schlafen. Verkehrslärm hält ihn wach. Die Blumenstraße im Stadtteil Winterhude, eine kurze, überwiegend mit Villen bebaute Stichstraße zum nördlichen Ende der Außenalster, hat gar nicht viel Verkehr. "Aber deshalb ist bei uns auch kaum Polizei, und darum treten die Autofahrer hier auch kräftig aufs Gaspedal."

Die Blumenstraße ist nur ein Verkehrsäderchen, und Durchfahrende könnten sie gut meiden, ohne daß sie einen großen Umweg zu machen hätten. Der Rechtsanwalt Dr. Dietrich Mankowski möchte, daß sie zur Schlafenszeit für den Durchgangsverkehr gesperrt wird, und er glaubt, daß der Staat die Pflicht hat, ihm diese Schlafhilfe zu geben. Sie resultiert für ihn aus einem kleinen Passus, den der Bundesrat bei der Neufassung der Straßenverkehrsordnung in deren § 45 eingefügt hat: "Die Straßenbehörden können die Benutzung bestimmter Straßen oder Straßenecken ... zum Schutz der Nachtruhe in Wohngebieten ... beschränken oder verbieten und den Verkehr umleiten."