Das geschah: Mit seinem VW-Käfer fuhr der Kläger über den Ruhrschnellweg der Bundesstraße 1. Es war Ende Oktober, sonntags und 3 Uhr nachts. Die Höchsttemperatur hatte am Tage 7° C betragen, nachts war sie auf –3° C gesunken. Auf der Schnettgerbrücke, mit der die Bundesstraße 1 Emscher und Eisenbahnlinien überquert, hatte sich Glatteis gebildet. Vor der Brücke aufgestellte Warnzeichen wiesen auf häufige Glatteisbildung hin, die Höchstgeschwindigkeit war auf 70 km/st begrenzt. Die Brücke war nicht gestreut. Der Kläger, bisher auf eisloser Strecke, wurde vom Glatteis überrascht. Sein Wagen geriet ins Schleudern und prallte zweimal gegen das Brückengeländer. Der Fahrer verlangte vom Landschaftsverband Rheinland Schadenersatz für die Schäden am Wagen. Seine Begründung: Der für die Straßensicherung zuständige Landschaftsverband hätte den bei Glatteisbildung besonders gefährlichen Brückenabschnitt vorsorglich streuen müssen. Mit seiner Auffassung blieb der Bürger in drei Instanzen allein.