Ein Programm nach Noten ist für den Besuch von Edward Heath in der Bundesrepublik vorbereitet worden. Gleich zweimal will der britische Premier auf deutschen Orgeln (im Eifel-Kloster Maria Laach und im bayerischen Kloster Ottobeuren) seine Fingerfertigkeit beweisen. Dissonanzen sind bei diesem Privatvergnügen des musikalischen Staatsmannes ebensowenig zu erwarten wie bei seinen offiziellen Gesprächen in Bonn.

Heath besucht die Bundeshauptstadt erstmals als "eingeschriebener" Europäer, als Vertreter eines Mitgliedslandes der Europäischen Gemeinschaft. Freundliche Routine, ja freundschaftliches Einvernehmen sind daher diesmal noch gewisser als bei früheren deutsch-britischen Begegnungen. Zumindest bei dieser Art Gelegenheiten trägt Europa sichtbare Früchte: Bilaterale Schwierigkeiten sind zwischen den EG-Staaten nunmehr selten zu bewältigen.