Als hierzulande zum Traditionstermin (11.11.) der Karneval proklamiert wurde, übergaben südafrikanische Honoratioren in Johannesburg das neue Flughafengebäude offiziell seiner Bestimmung, ein repräsentativer Erweiterungsbau im internationalen VIP-Stil, in dessen nüchternen, kühlen Hallen man, treppauf, treppab, barocke Irrwege zurücklegen kann.

Der Gebäudeflügel hat einen Anflug von Weltläufigkeit, wie sie auch einem südafrikanischen Flughafen nicht übel ansteht. Es gibt Auffahrtsrampen und Parkplätze, Tiefgaragen, Lifts, zwei Informationsschalter und gemeinsame Warteräume für Passagiere beliebiger Hautfarbe. Tatsächlich landen täglich mehr als zwanzig Maschinen internationaler und mindestens noch einmal so viele lokaler Fluggesellschaften. Doch das Lokalkolorit Südafrikas schlägt auf dem internationalen Flughafen der Millionenstadt noch kräftig durch.