Hagen

Irgendwo mußte es ja passieren sagte der Hagener Staatsanwalt Tonscheidt, und damit kündigte sich bereits ein früher Abschluß der Ermittlungen zu Bundesdeutschlands jüngstem Entführungsfall an. Wenige Stunden vor dieser Erklärung war an einer Druckknopfampel am Ortseingang von Radevormwald mit dem Tod von Geisel und Gangster zu Ende gegangen, was am Morgen um 7.30 Uhr in Hagen schon blutig begonnen hatte: Der 24jährige, als Serieneinbrecher gesuchte Hilfsarbeiter Manfred Stülper verletzte den 34jährigen Kriminalkommissar Manfred Tophoven, der ihn zusammen mit einem Kollegen festnehmen wollte, durch einen Schuß in den Oberarm und zwang ihn zur Fluchtfahrt mit dem Dienst-VW. Das "Rot" jener Ampel war wenig später für drei Lüdenscheider Polizeibeamte das Signal zum verhängnisvollen Angriff. Manfred Tophoven starb unter den Schüssen seines Entführers, ehe dieser Sekunden darauf in einem Akt der "Nothilfe" (der Hagener Polizeidirektor Joachim Floether) von Polizeikugeln tödlich getroffen wurde.