Nach den aufsehenerregenden Waffenfunden in der irakischen Botschaft von Islamabad ist in Pakistan ein Machtkampf ausgebrochen. Präsident Bhutto nutzte die Waffenaffäre zu einem Schlag gegen die sozialistische "Nationale Awami-Partei" und ersetzte die beiden ihr angehörenden Gouverneure Belutschistans und der Nordwest-Grenzprovinz, Bizenjo und Khalil, durch zwei andere Politiker. Außerdem unterstellte er die größte Provinz Belutschistan direkt der Zentralregierung.

Nach der Entdeckung des Waffenschmuggels am 10. Februar hatte ein Provinzialabgeordneter von Belutschistan behauptet, die Vaffen seien mit Wissen der regionalen Administration für Rebellen bestimmt gewesen. Bhuttos Minister schürten das Feuer, indem sie die nach größerer Provinzautonomie strebende Awami-Partei landes- und hochverräterischer Absichten bezichtigten.