Für den französischen Wahlkampf wurde nun auch ein toter Marschall mobilisiert. Der Sarg Philippe Pétains, des Siegers von Verdun, aber auch des französischen Staatsoberhaupts zur Zeit der deutschen Besatzung, wurde aus seiner Gruft auf der Atlantik-Insel Yeu gestohlen. Sollte der Sarg noch vor den beiden Wahltagen am 4. und 11. März auftauchen, dann würde Staatspräsident Pompidou in arge Verlegenheit kommen: Schickte er die Gebeine des Marschalls zurück ins alte Grab, verärgert er viele Wähler, aber ebenso auch, wenn er ihn auf den Totenfeldern des Douaumont stehen ließe, wohin ihn die Diebe bringen wollen.