Franz Josef Strauß hat innerhalb weniger Wochen seltsame Wandlungen durchgemacht. Erst verordnete er der Union in einer großen Bundestagsrede außenpolitischen Realismus, bezeichnete den Grundvertrag als unvermeidliche Folge aus den völkerrechtlich einwandfrei gültigen Verträgen von Moskau und Warschau, riet in manchen Gesprächen seinen Parteifreunden von einer Verfassungsklage ab und ließ sich gerne als Wehner der Union feiern. Dann aber schwenkte er plötzlich um, stellte sich an die Spitze derer, die den Gang nach Karlsruhe forderten, und erklärte, die Union hätte schon den Moskauer und Warschauer Vertrag ablehnen wollen (an deren Verabschiedung er damals, mindestens eine Zeitlang, aktiv mitgewirkt hat).