Von Dieter Buhl

Die Normalisierung der Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und der DDR verlangt Entgegenkommen, hier und dort. Und sie bringt Veränderungen mit sich, hüben wie drüben. Zu den Abstrichen, die seit kurzem bei uns diskutiert werden, gehört die mögliche Auflösung des Bundesministeriums für innerdeutsche Beziehungen.

Das Ministerium steht nicht zum erstenmal im Widerstreit der Meinungen. Der Konflikt um Namen und Aufgaben begleitete diese Institution vielmehr seit ihrem Entstehen im Jahre 1949. Schon damals wurden, wie sich Franz Thedieck erinnert, der dem Hause immerhin vierzehn Jahre als Staatssekretär angehörte, Zweifel an seiner Berechtigung geäußert: Paßt ein Ministerium dieser Art überhaupt in den organisatorischen Rahmen der Bundesregierung? Sollten seine Funktionen nicht besser dem Innenministerium übertragen werden?